
Magnetresonanztomographie / MRT
In unserem MVZ setzen wir moderne MRT-Systeme zur präzisen Darstellung von Organen, Geweben und Gefäßen ein. Die Magnetresonanztomographie ermöglicht eine strahlungsfreie und besonders detaillierte Diagnostik in nahezu allen Körperregionen.
Am Standort Ansbach steht zusätzlich ein hochmodernes 3-Tesla-MRT zur Verfügung. Dieses bietet eine besonders hohe Bildqualität und eignet sich insbesondere für spezialisierte Untersuchungen, beispielsweise in der Neuroradiologie oder der multiparametrischen Prostata-Diagnostik (mpMRT). In Rothenburg und Neuendettelsau kommen moderne 1,5-Tesla-MRT-Systeme zum Einsatz.
Dank moderner Technologien können viele Untersuchungen komfortabel und mit verkürzter Untersuchungsdauer durchgeführt werden. Gleichzeitig werden Bewegungs- und Metallartefakte reduziert, was insbesondere bei Patienten mit Implantaten von Vorteil sein kann. Unser erfahrenes Team begleitet Sie während der gesamten Untersuchung und sorgt für einen möglichst angenehmen Ablauf.
Die MRT-Untersuchung dauert je nach Fragestellung in der Regel zwischen 10 und 30 Minuten. Währenddessen liegen Sie auf einer Untersuchungsliege, die langsam in das MRT-Gerät gefahren wird.
Während der Aufnahme entstehen typische Klopfgeräusche, weshalb Sie von uns Kopfhörer oder Ohrstöpsel erhalten. Über eine Gegensprechanlage bleiben Sie während der gesamten Untersuchung mit unserem Team in Kontakt.
In bestimmten Fällen kann die Gabe eines Kontrastmittels notwendig sein. Ob dies erforderlich ist, bespricht der behandelnde Radiologe vorab mit Ihnen.
Für die meisten MRT-Untersuchungen ist keine besondere Vorbereitung erforderlich. Wichtig ist jedoch, dass metallische Gegenstände wie Schmuck, Uhren oder Piercings vor der Untersuchung abgelegt werden.
Bei speziellen Untersuchungen, beispielsweise einer multiparametrischen MRT der Prostata, erhalten Sie vorab gesonderte Hinweise zur Vorbereitung.
Bitte informieren Sie uns bereits bei der Terminvereinbarung über vorhandene Implantate, Prothesen oder andere medizinische Geräte im Körper.
Viele Implantate sind heutzutage MRT-geeignet. In einzelnen Fällen muss die MRT-Tauglichkeit jedoch vorab geprüft werden. Bringen Sie vorhandene Implantatausweise bitte zu Ihrem Termin mit.
In Ansbach steht ein hochmodernes 3-Tesla-MRT zur Verfügung, das insbesondere für spezialisierte Untersuchungen eingesetzt wird.
An den Standorten Rothenburg und Neuendettelsau erfolgen MRT-Untersuchungen mit modernen 1,5-Tesla-MRT-Systemen.
Multiparametrische mpMRT der Prostata
Diese Untersuchung wird ausschließlich am Standort Ansbach angeboten.
Die multiparametrische MRT der Prostata ist eine hochspezialisierte Untersuchung zur detaillierten Beurteilung des Prostatagewebes.
Sie wird bei uns am Standort Ansbach eingesetzt, um Prostatakrebs frühzeitig zu erkennen und genauer zu beurteilen. Durch die Kombination mehrerer Bildgebungstechniken liefert diese MRT-Art eine besonders präzise Diagnostik. Diese Untersuchungsmethode ist das derzeit empfindlichste Verfahren zur Detektion und Lokalisation eines Prostata-Karzinoms für die gezielte Biopsie.
Unsere Zertifizierungen
- Die Radiologie Ansbach (Dr. med. Wolfgang Gelmetti) verfügt seit 22.05.2020 über die höchste Zertifizierungsstufe Q2 der Spezialzertifizierung mpMRT Prostata der Arbeitsgemeinschaft (AG) Uroradiologie der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG).
- Seit 2008 besteht eine enge Kooperation zwischen der Radiologie Ansbach und den ebenso spezialisierten und erfahrenen Urologen und Pathologen in Ansbach und Mittelfranken, Radiologie Ansbach erfährt das Ergebnis einer jeden mpMRT-gestützten Biopsie.
- Seit 2015 erstellt die Radiologie Ansbach mit Hilfe einer speziellen Workstation 3D-Modelle für die mpMRT-3D-TRUS-Fusionsbiopsie (Biopsie mit Hilfe des mpMRT-gestützten 3D-Ultraschall der Prostata) im Rahmen einer Kooperation mit Urologie und der Pathologie.
Weitere Informationen
- Das Prostata-Karzinom ist mit mehr als 70000 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste bösartige Tumor des Mannes und im Frühstadium symptomlos.
- Die Diagnose und das Grading (Bestimmung der Aggressivität) eines Prostata-Karzinoms und damit die Therapieplanung ist nur durch Gewebeproben möglich.
- Die Vorsorge-Untersuchung beim Urologen (digitale, rektale Untersuchung) ist zur Frühdiagnose des Prostata-Karzinoms nicht ausreichend, sie erfasst zumeist nur fortgeschrittene Stadien und wird nur wenig wahrgenommen.
- Ein erhöhter PSA-Wert (ein Laborwert der Prostata) erweckt den Verdacht, ist aber zu unspezifisch, d.h. erfasst zu viele Gesunde (z.B. erhöht bei gutartiger Prostatavergrößerung oder Entzündung der Prostata oder auch mechanischer Reiz, z.B. durch Radfahren).
- Der transrektale (durch den Enddarm) Ultraschall (TRUS) ist allein zu wenig empfindlich, wird aber zur transrektalen Biopsie eingesetzt.
- Die herkömmliche Stanzbiopsie der Prostata (sog. systemische Biopsie mit 10-15 Stanzen) kommt bei Verdacht auf ein Prostata-Karzinom zum Einsatz, erfasst kleine (kleiner 1 cm) Tumore nur zufällig oder gar nicht, das vordere Drittel der Prostata wird aus Sicherheitsgründen nicht berücksichtigt, hier werden selbst große, fortgeschrittene Tumore nicht erfasst, ca. 30% der vorhandenen Prostata-Karzinome entgehen der Stanzbiopsie.
- Zur Vorsorge-Diagnostik zur Frühdetektion eines Prostata-Karzinoms, z.B. bei familiärer Belastung.
- Bei einem erhöhten PSA-Wert.
- Bei einem Zustand nach einer herkömmlichen Stanzbiopsie ohne Karzinom-Nachweis.
- Bei klinischem, bildgebendem oder sonstigem Verdacht auf ein Prostata-Karzinom.
- Bei der “aktiven Überwachung“ eines niedriggradigen nicht therapiepflichtigen Prostata-Karzinoms.
- Nach organerhaltender Therapie (z.B. Strahlentherapie) zur Verlaufs- und Therapiekontrolle.
- Frühestens 6 Wochen nach erfolgter negativer Stanzbiopsie.
- Ihre Vorbereitung als Patient 4 Stunden vor der Untersuchung nichts essen oder rauchen, Medikamente sollten eingenommen werden.
- Vor der Untersuchung:
- Entleerung der Harnblase.
- Legen einer Kanüle für die intravenöse Gabe eines Spasmolyticums (Buscopan) zur Reduktion der Darmbewegungen.
- Rückenlage, bequeme Lagerung, Kopf zumeist außerhalb des MRT-Tunnels.
- Leichte Oberflächenspule auf das Becken aufgelegt.
- Intravenöse Gabe eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels während der Untersuchung.
- Dauer der Untersuchung: ca. 25 Minuten
- Die mpMRT der Prostata ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten und wird daher nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt.
- Für gesetzlich Versicherte besteht die Möglichkeit, das mpMRT als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in Anspruch zu nehmen. Gerne beraten wir Sie dazu in unserer Praxis.
- Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die mpMRT der Prostata. Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage der Gebührenordnung (GOÄ).


